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Abb.: Das Demeter-Logo steht nicht nur für eine biologisch-dynamische Landwirtschaft, sondern auch für hohe Sozialstandards

Demeter: "gemeinsam mit ganzheitlichem Ansatz die Zukunft gestalten"

21.6.2017


Bei ihrer jüngsten Versammlung haben die Mitglieder von Demeter-International die Grundlagen für eine stärkere Akzentuierung ihres ganzheitlichen Anspruchs geschaffen. Im Landbau und bei der Tierzucht arbeiten Demeter-Mitglieder nach strengen Richtlinien, die auf den Landwirtschaftlichen Kurs Rudolf Steiners im Jahr 1924 zurückgehen. Darüber hinaus bietet ihre Biodynamische Wirtschaftsweise auch einen Ansatz für gesellschaftlichen Wandel. Angesichts der vielfältigen Herausforderungen, die den Landwirtschafts- und Ernährungssektor aktuell kennzeichnen, soll das Bewusstsein für diese Zusammenhänge künftig geschärft werden.

Biodynamisch, sozial und solidarisch

Seit fast 100 Jahren stehen Demeter-Standards in der Landwirtschaft für den hohen Anspruch, natürliche Ressourcen zu schonen und dabei auch das Landschaftsbild mitzuprägen. Die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise der Demeter-Mitglieder geht jedoch über die Richtlinien der Bio-Anbauverbände hinaus, denn sie liefert auch jenseits der Agrikultur Modelle für den gesellschaftlichen Wandel. Dazu trägt in erster Instanz das Ideal des Hoforganismus bei, der als geschlossener Kreislauf fungiert, in dem alle Elemente untereinander vernetzt sind: auf Wiesen und Feldern wird eigenes Viehfutter angebaut, und der dementsprechend natürliche Tiermist leistet als Dünger für den Landbau wertvolle Dienste.

Darüber hinaus steht der Name Demeter aber auch für die solidarische Vernetzung innerhalb der Wertschöpfungskette – vom Bauern bis zum Verbraucher. Demeter-International fühlt sich deshalb nicht nur dem Verbraucher verpflichtet, der unter der Demeter-Marke hochwertige Produkte aus kontrollierter Herstellung bekommt, sondern steht auch für angewandte Forschung und landwirtschaftliche Beratung.

Um der ganzheitlichen Verantwortung gegenüber dem Demeter-Landwirt noch besser gerecht zu werden und die Nachhaltigkeit des biodynamischen Ansatzes zu sichern, hat Demeter-International nun Kriterien verabschiedet, um an neuen Formen sozialer und wirtschaftlicher Zusammenarbeit zu arbeiten. Dies beschlossen VertreterInnen von 23 Demeter-Landesorganisationen auf ihrer jährlichen Mitgliederversammlung, die vom 11. bis 15. Juni 2017 in Italien stattfand. Luxemburg wurde dabei repräsentiert von Anja Staudenmayer und Änder Schanck. Sie nahmen als Vertreter von Bio-Lëtzebuerg, Fachgruppe Demeter, an der Versammlung teil.

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